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Elliott Wellen Theorie und die Basics
Hallo liebe Community,
in desem Thread findet ihr in Zukunft Basics zum Thema "Elliott Wellen". Viel Spaß beim angeregten Lernen und Fragen stellen,
mit den besten Grüßen
Jens
Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de Neues Community-Mitglied? Klick hier Interessiert an Live-Trading-Updates und Ideen? Hier Zu Live-Trading-Events (09:30 Uhr) und Morning Meetings (10:30 Uhr) - Klick hier Interessiert an meiner Handelsstation? Klick hier Auf Facebook aktiv? Gib uns ein Like: FXCM und DailyFX “It’s not about the money – It’s about the game.” – Gordon Gekko Success in Trading requires dedication -
Hallo liebe Community,
auf gehts mit unserer kleinen Einführung in die Elliott-Wellen-Theorie.
Die Elliott-Wellen Theorie wurde von Ralph Elson Elliott in den 1920er Jahren entwickelt. Mit seiner Theorie versucht er massenpsychologische Phänomene an den Finanzmärkten zu fassen.
Es besteht die Möglichkeit, die Theorie als Kursprognose-Hilfsmittel zu nutzen. Aber, und das ist das eigentlich interessante, die Elliott-Wellen-Theorie lässt sich außerdem nutzen um die derzeitige, psychologische Verfassung des Marktes herauszufinden. Aufbau:
1 - 5 Impuls: 
ABC-Korrektur: 
Die Theorie geht davon aus, dass Impulswellen aus fünf Wellen bestehen und Korrekturwellen hingegen aus drei Wellen.
In der Impulswelle selbst sind nun die Wellen 1, 3 und 5 selbst wieder Impulswellen, während die Wellen 2 und 4 Korrekturwellen darstellen.
Wir können sehen, dass man ganz offensichtlich unabhängig von der Zeiteinheit diese Struktur erkennen kann. Egal, ob wir uns im Monats-, Wochen- oder Minutenbereich bewegen, man kann überall eine Elliott-Struktur finden (in der Mathematik spricht man von Fraktalen). Aufgrunddessen habe ich mal eine Tabelle aus Wikipedia kopiert, die die entsprechende Zyklen auflistet. Zudem können wir sehen, dass die Nummerierung verschieden ist. Eine "1" lässt sich auf verschiedene Weisen darstellen, abhängig von dem jeweiligen Zyklus: I, i, (i), 1, etc.
* Grand supercycle: über mehrere Jahrhunderte
* Supercycle: mehrere Jahrzehnte (über 40-70 Jahre)
* Cycle: ein bis mehrere Jahre (oder mehrere Dekaden unter einer Erweiterung von Elliott)
* Primary: einige Monate bis einige Jahre
* Intermediate: Wochen oder Monate
* Minor: Wochen
* Minute: Tage
* Minuette: Stunden
* Subminuette: Minuten Grand supercycle:
eingekreiste große römische Zahlen eingekreiste kleine Buchstaben Supercycle:
geklammerte große römische Zahlen, z. B. (I), (II)
geklammerte kleine Buchstaben z. B. (a), (b) Cycle:
allein stehende große römische Zahlen, z. B. I , II
allein stehende kleine Buchstaben z. B. a, b Primary
eingekreiste indische Ziffern
eingekreiste große Buchstaben Intermediate
geklammerte indische Ziffern, z. B. (1), (2)
geklammerte große Buchstaben, z .B. (A), (B) Minor
indische Ziffern, z. B. 1, 2
große Buchstaben, z. B. A, B Minute
eingekreiste kleine römische Zahlen
eingekreiste kleine Buchstaben Minuette
geklammerte kleine römische Zahlen, z. B. (i), (ii)
geklammerte kleine Buchstaben, z. B. (a), (b) Subminuette
kleine römische Zahlen, z. B. i, ii
kleine Buchstaben, z. B. a, b
Regeln:
Natürlich gibt es Regeln nach Wellen sich eine Elliott-Struktur aufbaut. Die wichtigsten Regeln in einer kleinen Zusammenfassung:
1) Welle 2 kann nicht länger sein als Welle 1 und daher nicht unter den Beginn von Welle 1 reichen (es ist aber eine vollständige Korrektur von 1 möglich)
2) Welle 3 ist im Vergleich zu Welle 1 und 5 niemals die kürzeste Welle
3) Welle 4 kann und darf Welle 1 nicht überlappen
4) Welle 3 sollte das höchste Momentum aufzeigen und tritt meist ausgedehnt auf (meistens in Fibonacci-Extension-Verhältnissen, z.B. 1,618)
5) Welle 5 überschreitet Welle 3 (falls nicht, spricht man von einem "Verrecker" und dies resultiert meist in einer verstärkten Gegenbewegung)
6) In der Wellenstruktur sollte es zu einer Alternation kommen (die Wellen 2 und 4 sehen unterscheidlich aus; z.B. ist die 2 ein Zig-Zag und die 4 ein Flat --> was das ist, kommt später... )
Soviel zur Einführung meinerseits, bei Zeiten wird diese kleine Reihe hier peu-a-peu erweitert, ihr seid herzlich eingeladen eure Kenntnisse zur Verfügung zu stellen,
ich würde mich über eine angeregte Diskussions- und Fragerunde sehr freuen,
mit den besten Grüßen
Jens
Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de Neues Community-Mitglied? Klick hier Interessiert an Live-Trading-Updates und Ideen? Hier Zu Live-Trading-Events (09:30 Uhr) und Morning Meetings (10:30 Uhr) - Klick hier Interessiert an meiner Handelsstation? Klick hier Auf Facebook aktiv? Gib uns ein Like: FXCM und DailyFX “It’s not about the money – It’s about the game.” – Gordon Gekko Success in Trading requires dedication -
Hallo liebe Community,
hier noch die psychologische Seite, die in der Einführung weiter unten keine Beachtung gefunden hat. Wir wollen hier einen Bullenmarkt betrachten. Für einen Bärenmarkt kehre man die Vorzeichen einfach um... Welle 1
Der Markt erhält einen Ursprungsimpuls und bewegt nach oben. Grund ist eine kleine Anzahl von Marktteilnehmern die ganz plötzlich den Eindruck gewinnen, dass ein Markt günstig bewertet ist und sich entsprechend Long am Markt positionieren. Wir sehen einen Kursanstieg. Welle 2
Der ursprüngliche Optimismus flaut ab und wir sehen einen erneut aufkommenden Pessimismus, der den Ursprungsimpuls fast vollständig wieder zu nichte macht. Die Korrektur fällt jedoch nicht zu 100% aus. Welle 3
Welle 3 ist normalerweise die längste und auch stärkste Welle. Die Marktteilnehmer wenden sich dem Markt zu und beginnen den Finanztitel verstärkt zu kaufen. Wir sehen einen starken Kursanstieg und unter normalen Umständen reicht der aufkommende Optimismus so weit, dass sich diese Welle extensiert / ausdehnt.
Welle 4
Einigie Marktteilnehmer fangen an Kasse zu machen und stoßen den Wert ab. Welle 4 sieht jedoch häufig seitwärts tendierend aus. Viele Marktteilnehmer sind immer noch bullish und warten im Grunde auf kurzzeitige Kursrücksetzer, die sie nutzen um sich günstig im Markt zu positionieren. Welle 5
Nach Kostolany ist das der Punkt, an welchem die zittrigen Hände anfangen zu kaufen, da sie Angst haben, dass der Zug ohne sie abfährt. In Welle 5 fangen die Medien an von dem derzeitigen Bullenmarkt zu berichten und das ist der Punkt an welchem die Profis aussteigen. Der Kurs wird nur noch durch teilweise völlig irrationale Gründe getrieben. Im Anschluss folgt die ABC-Korrektur. Welle A
Die Marktteilnehmer sehen in dem Kursrücksetzer nur ein kurzzeitiges Verschnaufen und sehen das große ganze Bild nicht. Dieses zeigt bereits deutliche Schwäche, es gibt niemanden mehr der kaufen will.... Welle B
Welle B wird im "Elliott-Wellen-Prinzip" von Prechter und Frost liebevoll als "Windbeutel" betitelt. Zitat: "B-Wellen sind Windbeutel. Sie repräsentieren Bullenfallen, Spekulantenparadiese, Schwindeltaktiken, Orgien der gebrochenen Börsenschlussmentalität oder dümmliche, institutionelle Selbstzufriedenheit (oder alles zusammen). Wir sehen eine kurzzeitige Wiederaufnahme des Ursprungsimpulses und einige Marktteilnehmer trifft die kommende Welle C "wie der Schlag". Welle C:
Die Dynamik und Kraft von C-Wellen ist verherrend und die stark nachgebenden Kurse sind primär verursacht durch ein nahezu vollständiges Wegbrechen der Nachfrageseite.
Soviel zur psychologischen Seite, auch hier sind Anmerkungen, Fragen und angeregte Diskussionen natürlich sehr erwünscht.
Mit den besten Grüßen
Jens
Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de Neues Community-Mitglied? Klick hier Interessiert an Live-Trading-Updates und Ideen? Hier Zu Live-Trading-Events (09:30 Uhr) und Morning Meetings (10:30 Uhr) - Klick hier Interessiert an meiner Handelsstation? Klick hier Auf Facebook aktiv? Gib uns ein Like: FXCM und DailyFX “It’s not about the money – It’s about the game.” – Gordon Gekko Success in Trading requires dedication -
Hallo liebe Community,
ich habe heute eine sehr interessante Frage im Bezug auf die Elliott-Wellen-Theorie per Mail erhalten und wollte mit dieser unseren kleinen Elliott-Wellen-Basic-Bereich erweitern, da ich die Frage als solche als sehr wertvoll erachte und sie einen wesentlichen Aspekt der EW-Theorie sehr schön beleuchtet.
Also: was passiert z.B. nach einer Welle 5 in der Korrekturwelle a-b-c? Wie weit darf diese gehen, z.B. nicht tiefer als Punkt 4?
Zur ersten Frage findet man die psychologische Betrachtung vereinfacht dargestellt in Post 3. Die zweite Frage wirft das Licht auf die fraktale Struktur, die ich schon in Post 2 angesprochen habe. Die A-B-C-Korrektur darf theoretisch die vorher ausgemachte 1-2-3-4-5-Struktur korrigieren, denn: es handelt sich ja um eine fraktale Struktur, d.h. man die ausgemachte 1-2-3-4-5-Struktur im größeren Zeitrahmen als 1 ausmachen und wie wir ja wissen, darf diese von der Welle 2 (im Maximum) vollständig korrigiert werden. 
Wenn ihr weitere Fragen habt oder Unklarheiten bestehen, dann freu ich mich von euch zu lesen,
mit den besten Grüßen
Jens
Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de Neues Community-Mitglied? Klick hier Interessiert an Live-Trading-Updates und Ideen? Hier Zu Live-Trading-Events (09:30 Uhr) und Morning Meetings (10:30 Uhr) - Klick hier Interessiert an meiner Handelsstation? Klick hier Auf Facebook aktiv? Gib uns ein Like: FXCM und DailyFX “It’s not about the money – It’s about the game.” – Gordon Gekko Success in Trading requires dedication -
Da ging es dann aber nicht mehr weiter, oder? Schade. Ich finde die EW nämlich extrem spannend und will alles darüber wissen! ;-)
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 Originally Posted by nietzschesohn Da ging es dann aber nicht mehr weiter, oder? Schade. Ich finde die EW nämlich extrem spannend und will alles darüber wissen! ;-) Danke für das Stichwort, dann müssten wir das mal wieder in ANgriff nehmen und ein bißchen weiter ausarbeiten... Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de Neues Community-Mitglied? Klick hier Interessiert an Live-Trading-Updates und Ideen? Hier Zu Live-Trading-Events (09:30 Uhr) und Morning Meetings (10:30 Uhr) - Klick hier Interessiert an meiner Handelsstation? Klick hier Auf Facebook aktiv? Gib uns ein Like: FXCM und DailyFX “It’s not about the money – It’s about the game.” – Gordon Gekko Success in Trading requires dedication -
Hallo Community,
anknüpfend an den Wunsch gestern, diese Sektion doch wieder ein wenig mit Input zu füllen schauen wir heute mal auf Korrekturen bzw. deren Muster nach der Elliott-Wellen-Theorie: a) "Zigzag":
Zunächst einmal ist das Zigzag-Muster das am häufigsten auftretende Korrekturmuster.
In diesem Zusammenhang einige Regln und Richtlinien:
1) Ein Zigzag besteht aus 3 Wellen
2) Die Wellen A und C sind Impulswellen, Welle B ist eine Korrekturwelle.
3) Welle B korrigiert nicht mehr als 61.8% von A.
4) Welle C muss über das Ende der Welle A gehen.
5) Welle C ist normalerweise mindestens so lang wie A. 
Es lässt sich sagen, dass wir Zigzags meist in Welle A, X oder 2 antreffen. Allerdings ist dem Auftreten keinerlei Einschränkung gesetzt, Zigzags treten auch einer Welle B auf (meist als Teil eines Flats, wozu wir gleich noch kommen wollen), als Teil eines Triangles (auch dazu später noch mehr) und manchmal auch in einer Welle 4.
Was man auch sehr häufig finden kann sind sogenannte Double-Zigzags, d.h. also zwei Zigzags hintereinander, auch hier sind der Komplexität keine Grenzen gesetzt:  b) "Flat":
Im Allgemeinen zeigen Flats eine Seitwärtsbewegung an. Es ist so, dass die Wellen A und B eines Flats beides Korrekturwellen sind. Allerdings tritt Welle C dann als Impulswelle auf. Auffallend ist, dass Welle C nicht weit unter das Ende der A reicht.
Auch in diesem Zusammenhang einige Regln und Richtlinien:
a) Ein Flat besteht aus 3 Wellen.
b) Welle C ist eine Impulswelle, die Wellen A und B sind Korrekturwellen.
c) Die Welle B zeigt oft ein komplettes Retracement bis zum Ende der vorhergehenden Impulswelle.
d) Welle C sollte nicht weit über das Ende der Welle A gehen.
e) Normalerweise ist Welle C mindestens gleich lang wie Welle A
Es ist sehr häufig so, dass ein Flat meistens in Welle B auftritt, oft aber auch in Welle 4 oder C.
Flats treten allerdings nicht immer in derart regelmäßiger Struktur auf. So gibt es auch hier eine Vielzahl an Variationen und der Komplexitätsgrad kann beliebige Züge annehmen.
So gibt es z.B. Expanded Flats oder Irregular Flats 
oder aber auch Dreiecke, resultierend aus dem Zusammenziehen/Auseinanderziehen des "Flat-Musters": 
oder aber auch expandierend: 
Zu beachten sind hierbei folgende Regeln bzw. Richtlinien:
a) Ein Triangle besteht aus 5 Wellen.
b) Welle 4 und 1 überlappen sich.
c) Welle 4 kann nicht über den Beginn von Welle 3 reichen.
d) Welle 3 kann nicht die kürzeste Welle sein.
e) Ein Triangle besteht ausschließlich aus Korrekturwellen.
f) In einem Contracting Triangle ist Welle 1 die längste und Welle 5 die kürzeste Welle.
g) In einem Expanding Triangle ist Welle 1 die kürzeste und Welle 5 die längste Welle.
h) Triangles haben normalerweise eine Keilform.
i) Als Richtlinie sollte die interne Wellenstruktur alternieren.
Nachdem wir uns nun mit den Korrektur-Grundmustern beschäftigt haben und schon festgestellt haben dürften, dass auch hier dem Komplexitätsgrad keine Grenzen gesetzt sein werden, wollen wir uns abschließend noch mit zwei Korrekturmustern beschäftigen, die die bisherigen Mustern kombinieren, vielversprechend "Combinations" genannt: 
Bei Fragen, Wünschen und Anregungen stehe ich euch natürlich gerne und wie gewohnt immer zur Verfügung,
mit den besten Grüßen
Jens
Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de Neues Community-Mitglied? Klick hier Interessiert an Live-Trading-Updates und Ideen? Hier Zu Live-Trading-Events (09:30 Uhr) und Morning Meetings (10:30 Uhr) - Klick hier Interessiert an meiner Handelsstation? Klick hier Auf Facebook aktiv? Gib uns ein Like: FXCM und DailyFX “It’s not about the money – It’s about the game.” – Gordon Gekko Success in Trading requires dedication -
Super, Jens, danke für die Fortsetzung der EW! Gibts ne Möglichkeit, dass ich das direkt mit den Grafiken als pdf ausdrucken und abheften kann? Weil ich lese und behirne lieber von Papier als von Monitor und vorzugsweise liegend :-)
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Die Ergänzung um ZigZag etc. finde ich merkwürdig. Im ZigZag geht B oft nur bis zum 61.8% Fibo, in einem Flat darf diese bis zu 100% gehen und in expanded Flats darf diese über 100% hinausschießen.
Ergo darf B alles sein. EW sind schön, und ich schaue gerne drauf, aber die Formen der Korrekturen sind über alle möglichen Ereignisse hinweg definiert, sodass sie mir äußerst obsolet erscheinen.
Last edited by FXRMP; 04-09-2012 at 06:01 PM.
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Hat der ZigZag-Indikator irgendwas mit der Elliot-Theorie zu tun? Die Abgebildeten Umkehrpunkte werden doch ziemlich oft wieder verworfen. Also so richtig danach richten kann man sich nicht, außer daß die wahrscheinliche Kursrichtung angegeben wird.
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