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Thread: Die Risk-Management Frage-Sektion

  1. #1
    Jens Klatt's Avatar
    Jens Klatt is offline Moderator
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    Apr 2011
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    Die Risk-Management Frage-Sektion

    Hallo liebe Community,

    der Titel sagt eigentlich schon alles: in dieser Sektion habt ihr die Möglichkeit eure Fragen zum Thema Risk-Management zu stellen. Das beinhaltet natürlich auch Fragen zu den bisher erschienen Artikeln und generelle Fragen, die euch auf der Seele brennen.

    Ich wünsche euch viel Spaß beim Fragen stellen und diskutieren,

    mit den besten Grüßen

    Jens
    Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de

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  2. #2
    Rosanna is offline Member
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    Jul 2011
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    Thumbs down Hausaufgaben

    Hallo, Jens!
    Hab meine Hausaufgaben endlich fertig und es ist erschreckend!
    996 Plustrades mit durchschnittlich 15,025 Punkten Gewinn. Dem gegenüber stehen:
    66 Minustrades mit durchschnittlich 276,15 Punkten Verlust. Das ergibt die Zahl 0,0544. Damit kann ich den Rekord im Kontoschrotten aufstellen

    Was ich ursprünglich wollte, war mein kleines Aktiendepot gegen Kurverluste mit Short CFD`s zu hedgen -- hat nicht auf Anhieb funktioniert, weil ich immer viel zu spät geshortet hab. Die Posi dann liegengelassen, sie ist wieder stark in den Verlust gelaufen. Hab dann mit Long dagegengehalten, was insgesamt auch zu Verlusten führte. War der short dann endlich im Gewinn, hab ich oft nur mit 20 Punkten verkauft. Da liegen dann ganz oben Longs im Verlust und ganz unten die shorts und dazwischen scalpt sich die Rosanna zu Tode. Ein täglicher Kampf gegen die Verluste. Irgendwann nervte es und ich hab das Realdepot mit 30% Verlust geschlossen und nur noch mit Demo getradet. Da hab ich aber auch nix dazugelernt, wie man sieht.

    Was ich eigentlich nicht will, ist, den ganzen Tag vor den Charts zu verbringen. Das ist tötlich für die Familie, die Freunde und für einen selbst. Deshalb gefällt mir die Morgenstrategie ganz gut. Zwischen 8 und 9, maximal bis 10 sollte alles gelaufen sein. Sind zwar nur wenig Punkte. Wäre ja schon mit 10 - 20 Pünktchen zufrieden.
    Das dauerhaft auf 20 Handelstage gerechnet und dann aufs Jahr ist gar nicht schlecht. Und in diesen 2 Stunden ergibt sich vielleicht auch die Möglichkeit einen längeren Positionstrade zu platzieren. Jetzt geht der Schreibplatz aus. http://forexforums.dailyfx.com/images/icons/icon8.png

  3. #3
    Jens Klatt's Avatar
    Jens Klatt is offline Moderator
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    Apr 2011
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    Hi Rosanna,

    nun schreib ich dir doch noch vor Posten des Risk of Ruin Themas, ich finde leider aktuell keine passenden Grafiken.

    Es gibt mehrere gute Sachen, die du bereits geschrieben hast. Du weißt, was du. Trading soll nicht dein Beruf werden und du willst nicht den ganzen Tag vor dem Rechner sitzen. Dir gefällt die deswegen die Morgenstrategie. An der Stelle sei nun folgendes gesagt: diese Strategie lässt sich zwar recht mechanisch umsetzen, erfordert aber ein gutes Gespür für den Markt und ist zudem nicht zwangsläufig trendfolgend. Von daher würde ich die an deiner Stelle weiter beobachten und auf Demo mittraden, so dass du ein gutes Gefühl dafür entwickelst.

    Dann würde ich das Scalpen sein lassen. Das ist nervenaufreibend und nicht das, was du willst. Denn hier sitzt du tatsächlich den ganzen Tag vorm Rechner. Du solltest dir die höheren Zeiteinheiten anschauen und nur trendfolgend agieren.
    Wenn du intrady unterwegs sein magst, dann setz dir auch hier das Ziel nur mit dem Trend zu traden. Du suchst sehr häufig Umkehrpunkte, die keine sind, sondern nur zwischenzeitliche Korrekturen, die anschließend wieder in die Ursprungsrichtung laufen und neue Hochs/Tiefs markieren. Machs dir einfach.Wie findest du meine Xetra-Open-Strategie? Die ist ehrlich gesprochen total einfach. Man muss zugeben, dass einige Trades (z.B. am Mittwoch) mit Sicherheit nicht trendfolgend waren. Aber dafür gibt es ja das Morning Meeting. Dort thematisieren wir den übergeordneten Trend (Daily, 4-Stunden), wenn sich allerdings für den Tag ein Long-Modus abzeichnet, dann ist das durchaus eine Option.

    Ich rate dir außerdem dich auf einen Markt zu konzentrieren. Das wird bei dir vermutlich der DAX sein. Dann mach dir klar, dass ein, zwei oder auch kein Trade am Tag völlig ausreichend sind. Und in diesen wenigen Trades ist es dann nötig, dass du möglichst wenige bzw. kleine Fehler machst. Dein Hauptziel in diesen Trades besteht darin, dein Risiko zu managen. Wenn du 100 Trades am Tag machst, verlierst du die Orientierung und den Blick für das Wesentliche. Bei ein, zwei Trades am Tag nicht. Du wartest solange auf dein Setup und wenn es dann da ist, dann will man das doch nicht verbocken, oder?

    Dann gilt es für dich nur Sahne-Setups zu traden, keine Experimente. Mach dir vorher klar, wie groß dein Risiko ist. Ist das zu groß, dann passt du die Positionsgröße an. Ist es dann immer noch zu groß, lass den Trade sein, die nächste Chance kommt. Devise: KEINE EXPERIMENTE!!!
    Wenn dein Risiko ok ist, dann schau dir dein Potential an. Nimm Marken aus meinen Analysen oder (und das ist die bessere Option) schau dir den selbst den Chart an und schaue, wo du potentielle Marken siehst. Wenn du die ausgemacht hast, dann frag hier im Forum, ob das "gute", realistische Marken sind.

    Dann finde heraus, ob du eine gute Wette eingehst. Du solltest mindestens ein Chance-Risiko-Verhältnis von 2 : 1 eher von 3 : 1 Minimum eingehen. Heißt: dein Risiko beträgt 30 Punkte, ergo brauchst du mindestens eine Chance zwischen 60 und 90 Punkten.
    Sei immer ehrlich zu dir selbst. Hast du das nicht gegeben, dann gibt es keinen Trade und du wartest auf deine nächste Chance. Devise: KEINE EXPERIMENTE!!!

    Sind diese Voraussetzungen geschaffen, dann kannst du den Trade eingehen.

    Du hast den Trade aufgesetzt, dein Entry ist erfolgt, dein Stop Loss ist gesetzt.
    Läuft der Trade nun für dich, dann gehe ich immer so vor, dass ich meinen Stop auf Break Even setze sobald ich mein Risiko verdient habe. Das ist ein Erfolg, auch wenn du anschließend ausgestoppt wirst. Bezeichne das Risiko R. Dann hast du mit dem Erreichen des Break Even Stop schon 1 R verdient. Das ist ein gutes Ergebnis!

    Dann gilt folgendes:
    Du arbeitest niemals mit Limiten! Dieses Limit beraubt dich deiner Chance größere Gewinnen zu realisieren. Wenn der Trade in deine Zielzone läuft, dann schaust du, was der Markt macht. Tut er sich schwer deine Zielmarke zu überwinden? Lass ihm ruhig ein paar Minuten. Wenn er nicht will, dann kannst du mit deinem Stop aggressiv hinter dem Trade hergehen. Stoppt er dich aus, gut, dann ist das so, du dürftest bis dahin einen netten Profit realisiert haben.

    Warum solltest du nicht mit Limiten arbeiten? Weil du einen Vorteil hast, ganz einfach. Du bewegst dich in Richtung Vorteil, mit dem Trend. Diesen Vorteil darfst du nicht wieder hergeben und zwar niemals!!!

    Das war nun das Idealszenario. Jeder Trade ist anders und wenn du Hilfe bei einem Trade brauchst, dann frage einfach, die Community ist da, keine Sorge.

    Was, wenn es nicht so gut läuft? Da gibt es verschiedene Tech----n, eine werde ich hier bald posten. Dieses Prinzip heißt Scale Out. Einfach gesprochen fängst du an deine Position zu reduzieren, wenn der Trade nicht für dich läuft. Dadurch schaffst du es dein Payoff-Ratio um ein Vielfaches zu verbessern.

    Was meinst du bis hierher?

    Mit den besten Grüßen

    Jens
    Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de

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  4. #4
    Rosanna is offline Member
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    Jul 2011
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    Hallo, Jens!
    Danke erst mal für Deinen langen und ausführlichen Post. Um 1 R zu verdienen - auf Break-Eaven - und Scale out zu praktizieren sollte ich also mindestens mit 2 CFD handeln. Das hast du irgendwo schon mal geschrieben. Gut, das hätte jetzt bei meinem letzten short-Trade super funktioniert. Ich werde versuchen, das in Zukunft erst mal auf dem Demo so umzusetzen. Auch die Morgenstrategie und xetra-Open- Strategie. Das wären dann die maximal 2 Trades am Tag, wenn sich ein Set-Up ergibt. Und wenn nicht, könnte ich an Deinen, im Intraday- Update, besprochenen Marken handeln.
    Last edited by Rosanna; 12-02-2011 at 11:38 AM.

  5. #5
    Rainman is offline Member
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    Nov 2011
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    Hallo Jens,
    ich finde jetzt mal eine ruhige Minute um dir auf dein Post vom 30.11. zu antworten und nachdem es mich nicht mehr ständig aus dem Forum wirft, muss ich mich nicht mal mit dem TXV-Programm abplagen.

    Ich habe heute wirklich in Ruhe die Risk-Management-Beiträge durchgelesen und für mich und meine Einstellung einiges dazugelernt. Ich neige dazu, mich auf eine Richtung einzuschießen (im Moment eher short), sodass ich dann eher auf Einstiege auf der Shortseite warte und viele lukrative Gelegenheiten auf der anderen Seite verpasse.
    Ich war zu dem Zeitpunkt des massiven Anstiegs (am Mittwoch) Gott sei Dank nicht im Markt, hatte aber kurz vorher nochmal den Euro geshortet, ich war mental voll auf einen fallenden Euro/USD eingestellt, nachdem der Anstieg der Mittagszeit wieder abverkauft wurde.

    Ich hätte in dem Fall nicht auf einen steigenden Euro gesetzt und hätte mich am Mittwoch sicher nicht long positioniert.
    Für mich war es am Ende so frustrierend, keinen Einstieg gefunden zu haben, nachdem ich am Vortag eigentlich auf einen Ausbruch auf der Oberseite gesetzt hatte. Aber es hat für mich am Mittwoch charttechnisch auch keinerlei Signale gegeben - die haben eher short angezeigt. (Heiko hat sie im Rückblick gesehen)

    Ich habe mir auch die Videos von Birger Schäfermeier zum Teil angeschaut, ich weiß, dass du in deinem Trading viel von ihm übernommen hast.
    Wenn ich euch recht verstehe, geht ihr davon aus, dass es sich beim Traden um eine Wette handelt, die Chancen stehen 50 : 50.

    Birger Schäfermeier sagt in einem Vortrag: Wenn man einen Trade eingeht, dann weiß man zuerst eigentlich nicht, ob er ein Erfolg wird oder nicht, man erwartet, dass der Trade bereits in den ersten Minuten ins Laufen kommt, keiner hat Interesse eine halbe Stunde zu warten, bis er sich in die richtige Richtung entwickelt. Und dann wird durch Nachziehen eines Stopps bzw. durch Ausstoppen einer Position entweder der Gewinn vergrößert oder der Verlust beschränkt. Die Gewinne werden hauptsächlich durch einige wenige aber sehr lukrative Trades gemacht.

    Heute (nach den Hausaufgaben) wird mir auch klar, was du mir am Mittwoch sagen wolltest: Die Marktanalyse sollte uns an einen idealeren Einstiegspunkt führen um eine Position einzugehen, denn niemand kann Kursbeswegungen vorhersagen.

    Sonst könnte man sich ja zugleich mit einer Short und einer Long-Position in den Markt stellen und den Trade, der ins Laufen kommt, durchziehen und man lässt sich mit dem anderen ausstoppen.
    Ich versuche im Schnitt 1 - 2 Trades am Tag zu machen, wirklich auch ordentliche Einstiegspunkte zu finden und mit einem Trade aber auch wirklich 40 - 60 Pips Gewinn zu machen. Scalpen um 2 - 3 Punkte strapaziert meine Nerven viel zu sehr.

    Nochmals zwei Fragen zum Dax: Die hast du im Talk glatt übersehen.
    1. Den Anstieg im Dax führte ich zuerst auf Eindeckungen von großen Fondgesellschaften zurück, die unterinvestiert sind (Zu Mittag, war dann klar, dass es das nicht war) aber Mittwoch war auch eine Ausnahmesituation.
    Kannst du aus deiner Erfahrung heraus bestätigen, dass speziell am letzten und am ersten Tag des Monats der Dax MEISTENS steigt, weil es da Geldzuflüsse von Fonds gibt? Wäre ja auch interessant zu traden, die Chancen würden sich da schon mal zugunsten Long verschieben (wenn man von einer Wette ausgeht)

    2. Birger Schäfermeiers Morgenstrategie: Er tradet, so wie ich es verstanden habe, den Rücklauf an den Xetra-Dax, du aber auch den vorbörslichen Dax oder?

    Freue mich von dir zu hören.

    Ich wünsche dir noch einen schönen Tag!

  6. #6
    Jens Klatt's Avatar
    Jens Klatt is offline Moderator
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    Quote Originally Posted by Rainman View Post
    Nochmals zwei Fragen zum Dax: Die hast du im Talk glatt übersehen.
    1. Den Anstieg im Dax führte ich zuerst auf Eindeckungen von großen Fondgesellschaften zurück, die unterinvestiert sind (Zu Mittag, war dann klar, dass es das nicht war) aber Mittwoch war auch eine Ausnahmesituation.
    Kannst du aus deiner Erfahrung heraus bestätigen, dass speziell am letzten und am ersten Tag des Monats der Dax MEISTENS steigt, weil es da Geldzuflüsse von Fonds gibt? Wäre ja auch interessant zu traden, die Chancen würden sich da schon mal zugunsten Long verschieben (wenn man von einer Wette ausgeht)

    2. Birger Schäfermeiers Morgenstrategie: Er tradet, so wie ich es verstanden habe, den Rücklauf an den Xetra-Dax, du aber auch den vorbörslichen Dax oder?
    Hi Rainman,

    ja genau, wir spielen ein Spiel wo die Trefferquote 50 : 50 beträgt, zumindest der Birger und ich

    Zu deinen Fragen:

    zu 1. Nein, kann ich gar nicht. Grundsätzlich macht dein Rückschluss natürlich durchaus Sinn, allerdings würde mich das sehr überraschen, wenn man hier ein Muster erkennen könnte (denn das würde ja der Tatsache entgegen stehen, dass die nächste Kursbewegungen vorhersehbar wäre). An der Stelle frage ich einfach mal in das große weite Rund, ob jemand hier historische Aufzeichnungen hat, die dieses Phänomen bestätigen würden und man dann daraus einen Vorteil ableiten könnte.

    zu 2. Das ist etwas suboptimal bei den Videos und meinen Ausführungen und das sollte man auf jeden Fall kurz klären. Wenn man bei dem Schäfermeier-Video genau hinschaut, dann fällt auf, dass er die Morgenstrategie am S&P500 erklärt. Hier tradet er den "US-Morgen" zwischen 15:30 und 16:30 (circa). Im DAX tradet er tatsächlich die Pre-Open-Phase zwischen 8 und 9 Uhr. Xetra-Open ist erst um 9 Uhr, er handelt allerdings den Future an der EUREX und hier beginnt der Handel um 8 Uhr (die DAX-Indikation bei FXCM referenziert auf den Future, daher auch der Handel von 8 bis 22 Uhr).

    Ich wünsch dir auch ein schönes Restwochenende,

    mit den besten Grüßen

    Jens
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    Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de

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  7. #7
    Rainman is offline Member
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    Nov 2011
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    Hallo Jens,

    du arbeitest ja wirklich 24/7

    LG

  8. #8
    Jens Klatt's Avatar
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    Hallo liebe Community,

    an dieser Stelle möchte ich euch einen Link von dailyfx.com, der englischsprachigen Mutter von unserem deutschen DailyFX-Forum zur Verfügung stellen:

    Forex @ DailyFX - What is the Number One Mistake Forex Traders Make?

    Ich habe die Übersetzung in Auftrag gegeben und hoffe, die bald hier zur Verfügung stellen zu können. Bis dahin müsst ihr euch durch den englischen Text mühen, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Es sind zwar nur Basis-Betrachtungen, aber meist liegt hier der Schlüssel, den ihr sucht um in eurem Trading profitabel zu werden.

    Euch ein schönes Wochenende,

    mit den besten Grüßen

    Jens
    Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de

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  9. #9
    Jens Klatt's Avatar
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    Der Hausaufgabenplan für die Weihnachtsfeiertage um „fit“ zu bleiben

    1) Durcharbeiten und studieren der Risk Management Sektion

    - Der Leitsatz für das neue Jahr, soll lauten: „Ich will ein profitabler Trader werden“.
    Ein gutes Risk Management ist hierfür der Schlüssel!

    - Nach dem Durcharbeiten der Sektion, versuche folgende Fragen für dich zu beantworten (und zwar ohne abzuschrdeiben... )

    - Was ist das Payoff Ratio? Warum ist das wichtig?

    - Was ist der Erwartungswert? Warum ist der wichtig?

    - Was ist das Chance-Risikoverhältnis? Warum ist das wichtig?

    - Warum ist die Trefferquote beim Trading nicht wichtig?


    2) Übe das Analysieren von Charts

    - Nimm dir hierzu einen Wert deiner Wahl und einen größeren Zeitrahmen (z.B. den 4-Stunden- oder Daily-Chart) und analysiere diesen.

    - Versuche dich an den Ausführungen unseres Analysten Jens Klatt aus den Morning Meetings oder den Analysen der Mitglieder aus unserer aktiven DailyFX-Community zu orientieren.

    - Wo siehst du Unterstützungen, wo Widerstände?

    - Ist der übergeordnete Trend eher bullish oder bearish? Aufwärtstrend oder Abwärtstrend?

    - Spare nicht an Details und poste deine Überlegungen in der jeweiligen Sektion im Forum (analysierst du den EUR/USD, dann poste deine Betrachtung im „EUR/USD Talk“, bei Betrachtungen des DAX poste deine Überlegungen im „DAX Talk“, etc.)

    - Tausche dich zu deinen Überlegungen aus, sprich über deine Gedanken

    - Natürlich kannst du auch mehrere Märkte analysieren. Wichtig ist, dass du ein Gefühl dafür
    bekommst, „die Fußspuren im Sand zu sehen“ und wohin dich diese führen

    3) Auswertung deiner Trades

    - Wie groß war dein größter Gewinner in 2011? Wie groß war dein größter Verlierer in 2011? Vergleiche diese beiden und frage dich, ob das einhergeht mit deinem bisherigen Studium der Risk-Management-Sektion (wichtig ist, dass du hierbei ehrlich zu dir bist!)

    - Wenn du dir nicht sicher bist, dann poste deine Ergebnis in unserem deutschen DailyFX-Forum und diskutiere dein Ergebnis mit unserer deutschen DailyFX-Community oder mit mir

    - Für ganz Fleißige: summiere alle Punkte deiner durchschnittlichen Gewinner auf und mache das gleiche mit deinen Verlierern. Die Zahl, die du jeweils erhälst teilst du durch die Anzahl deiner Gewinntrades (bei den Gewinnpunkten) bzw. die Anzahl deiner Verlustrades (bei den Verlustpunkten). Deine durchschnittlichen Gewinne pro Trade teilst du dann durch deine durchschnittlichen Verlierer. Zu welchem Ergebnis kommst du? Poste dein Ergebnis in der Frage-Sektion unserer Risk-Management-Sektion


    Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012!!

    Lasst euch reich beschenken und denkt bei den Böllern daran: SAFETY FIRST! HABT IMMER EINEN STOP LOSS!!!!

    Ich freue mich auf eine wachsende Community 2012, lasst uns gemeinsam die Märkte rocken und voneinander profitieren!!!

    Mit den besten und herzlichen Grüßen

    Euer Jens
    Last edited by Jens Klatt; 12-15-2011 at 11:33 AM.
    FXEUS and Motte like this.
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  10. #10
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    Hallo Leute,

    hier mal ein kleiner, weiser Spruch eines der vielleicht besten Trader, den die Trader-Welt je zu sehen bekommen hat, Larry Hite. Dieser wurde unter anderem in Market Wizards/Magier der Märkte von Jack D. Schwager interviewt. Auf die Frage, warum Risk Management so wichtig ist, kam folgende Antwort:

    If you don't bet, you can't win.
    If you lose all your chips, you can't bet.


    Übersetzung:

    Wenn du nichts setzt, kannst du auch nichts gewinnen.
    Wenn du all deine Chips verloren hast, kannst du nichts mehr setzen...


    Diesen Spruch solltet ihr euch in Zukunft vor jedem Trade ins Gedächtnis rüfen...

    Mit den besten Grüßen

    Jens
    Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de

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  11. #11
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    Hallo liebe Community,

    es ist lange ruhig hier gewesen und nun nimm ich das Heft mal in die Hand und werde Fragen "provozieren".

    Meine Idee: ich habe basierend auf den einzelnen Sektionen einen kleinen, fiktiven Money Management-Plan erstellt, den ihr euch zunächst "blind" übernehmen könnt. Aber es steht einiges nicht drin, das habe ich im Kopf und muss es für mich nicht aufschreiben... Aber ihr vielleicht...

    Also, ich wünsche mir einige viele Fragen und auf geht es:

    Start-Kapital:

    5.000 Euro

    Risk of Ruin:

    2.500 Euro, optimale Wettgröße bei einer Wahrscheinlichkeit, dass dieses Szenario 1-mal in 10.000+ Fällen passiert: 178,76 Euro

    Risk per Trade:

    2% oder 100 Euro, ich bestimme mein Risko nach dem Prozent-Volatilitätsmodell, hierdurch habe ich die Möglichkeit zum einen die Marktgegebenheiten mit in mein Trading einzubeziehen, zum anderen beziehe ich meine derzeitige Performance mit in mein Risk-Management ein
    Ich werde grundsätzlich mehrere Lots traden. Beträgt mein Initial Risk bspw. 25 Punkte, so trade ich im DAX 4 Lots. Trade ich ungerade Lot-Sizes, dann halbiere ich die Position bei einem Scale Out und runde das Ergebnis ab (z.B. 3 Lots / 2 = 1,5 -> Scale Out eines Lots). Diese Aggressivität ist nötig, da ich ein kleines Konto trade.

    Märkte:

    • DAX (5-Minuten)
    • EUR/USD (5-Minuten, 4-Stunden, Daily)
    • GBP/USD (4-Stunden)
    • AUD/USD (4-Stunden, Daily)
    • Crude Oil (4-Stunden, Daily)
    • Gold (4-Stunden, Daily)

    Wann gebe ich Gas?

    Habe ich 1.000 Euro (20%) verdient, gebe ich Gas und steigere mein Risiko auf 2,5% oder 125 Euro. Nach weiteren 1.000 Euro gehe ich auf 3% oder 150 Euro, etc.
    Wenn ich vom Höchststand wieder 500 Euro verloren habe, dann trade ich erneut meine 2% bzw. 100 Euro.

    Wann bremse ich?

    Habe ich 500 Euro (10%) verloren, trete ich auf die Bremse und reduziere mein Risiko auf 1,5% oder 75 Euro pro Trade, nach weiteren 500 Euro reduziere ich mein Risiko auf maximal 1% oder 50 Euro pro Trade (das entspricht dann nahezu 1 Lot, welches ich traden könnte, das Risiko dürfte kleiner 50 Euro sein und somit kleiner 1%).

    Was ist mein Trigger-Betrag?

    Von einem Performance-Tief muss ich erst 300 Euro wieder verdient haben, von welchem ich dann wieder auf mein mittleres Risiko (2% bzw. 100 Euro pro Trade) aufstocke. Ich denke, dass es sinnvoll ist, diesen Betrag auf 200 Euro zu reduzieren, wenn ich auf das 1% - 50 Euro-Level gefallen bin, da es mit einem Lot schwieriger sein wird 300 Euro zu verdienen und ich hierdurch versuche die Suboptimalität bzw. den „Fehler“ zu minimieren., den ich mache, wenn ich nur mit einem Lot handle.

    Aufstellen eines neuen Trading-Plans

    Sollte ich 5.000 Euro verdient haben, dann stelle ich einen neuen Trading-Plan auf, d.h. habe ich ein Tradingkapital von 10.000 Euro, geht es von vorne los.

    Entry-Strategie

    Ich werde primär die Eröffnungskursstrategie im DAX umsetzen. Im EUR/USD werde ich mit der Trendfindungsrange arbeiten. Ich will versuchen Breaks bestimmter Marken zu antizipieren. Hierbei werde ich mich an meinen selbst erstellten Analysen orientieren.

    Exit-Strategie

    Markttechnischer Stop, Donchian Channel (10er und 2er)



    Mit den besten Grüßen

    Jens
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  12. #12
    rodus1962 is offline Member
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    15
    Hallo Jens,
    kurze nachfrage: Was war noch gleich ein Lot ?
    War das die Menge der Kontrakte innerhalb eines Trades ? Also z.B. beim EUR/USD oder beim GER30 ?

    Dann noch; irgendwo in der Strategie- oder Lehrsektion hab ich gelesen (oder auch im Morning Meeting gehört) man soll nicht mehr als 2% seines Kapitals traden. Bei Deiner Liste, welche Märkjte Du bedienen willst, weichst Du ja aber von dieser Linie ab, denn wenn ich in jedem der Märkte 2% trade bin ich im ungünstigen Fall doch ziemlich schnell Pleite (Du planst hier 6 mal 2% scheinbar) oder tradest du in allen Märkten hier zusammen 2% ?

    Viele Grüße
    Rolf

  13. #13
    Jens Klatt's Avatar
    Jens Klatt is offline Moderator
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    Quote Originally Posted by rodus1962 View Post
    Hallo Jens,
    kurze nachfrage: Was war noch gleich ein Lot ?
    War das die Menge der Kontrakte innerhalb eines Trades ? Also z.B. beim EUR/USD oder beim GER30 ?

    Dann noch; irgendwo in der Strategie- oder Lehrsektion hab ich gelesen (oder auch im Morning Meeting gehört) man soll nicht mehr als 2% seines Kapitals traden. Bei Deiner Liste, welche Märkjte Du bedienen willst, weichst Du ja aber von dieser Linie ab, denn wenn ich in jedem der Märkte 2% trade bin ich im ungünstigen Fall doch ziemlich schnell Pleite (Du planst hier 6 mal 2% scheinbar) oder tradest du in allen Märkten hier zusammen 2% ?

    Viele Grüße
    Rolf
    Hey Rolf,

    ich habe gerade all deine Fragen gelesen. Ich gehe morgen auf diese ein, ok? Ich muss jetzt kurz was essen und dann die Analysen für morgen fertig machen. Aber: wir kriegen das schon hin, keine Sorge!

    Dir einen schönen Abend,

    mit den besten Grüßen

    Jens
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    Success in Trading requires dedication

  14. #14
    rodus1962 is offline Member
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    Yepp, kein Thema.

    VG
    Rolf

    Quote Originally Posted by Jens Klatt View Post
    Hey Rolf,

    ich habe gerade all deine Fragen gelesen. Ich gehe morgen auf diese ein, ok? Ich muss jetzt kurz was essen und dann die Analysen für morgen fertig machen. Aber: wir kriegen das schon hin, keine Sorge!

    Dir einen schönen Abend,

    mit den besten Grüßen

    Jens

  15. #15
    rodus1962 is offline Member
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    Stopp-Marken setzen

    Mal eine Frage in die allgemeine Runde;
    wenn ihr eine Order setzt, wie groß macht ihr euren Stops ? ich bin bei meinen Trades mittlerweile bei 15 pips für einen Stop angekommen und werde in 95% aller Fälle ausgestoppt, nur um dann zu sehen, das der Kurs danach genau in die "richtige"Richtung wieder lief und ich so massiv Verluste einfahre.
    Meine Bankroll ist auf diese Weise mittlerweile um 25% geschrumpft, und so langsam stellt sich bei mir nur noch der Frust ein. (...langsam nehm ich die Kursschwankungen persönlich..... )

    Auf dem Demo-Konto läuft komischer Weise alles wie geschmiert, Dort ist im selben Zeitraum ein Gewinn von 12% zu verzeichnen, obwohl ich dort nicht eine einzige Stop-Markje gesetzt habe, und die Kurse "Tagelang" laufen lasse....

    Das kann doch aber auch nicht der richtige Weg sein, oder ?

    VG
    Rolf

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