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Thread: 8) Das Risk of Ruin oder „Das Risiko bankrott zu gehen“

  1. #1
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    8) Das Risk of Ruin oder „Das Risiko bankrott zu gehen“

    Wir haben nun schon an mehreren Stellen in dieser Sektion und auch im Morning Meeting herausgestellt, dass es zwei Komponenten gibt, die den Erfolgt beim Trading ganz wesentlich beeinflussen. Da ist einmal die Trefferquote zu nennen und dann das Payoff Ratio. Da niemand von uns hellseherische Fähigkeiten besitzt und wir es beim Trading generell mit einem Wahrscheinlichkeitsspiel zu tun haben, ist uns klar geworden, dass es das Payoff-Ratio sein muss, welches wir aktiv beeinflussen können und das über den Erfolg beim Trading entscheidet.
    Wie der Titel dieses Bereichs bereits sagt, geht’s es hier um nichts weiter, als herauszufinden, wie wir das Risiko bankrott zu gehen minimieren können. Und an dieser Stelle zeigen wir nun, dass die Trefferquote nur eine sekundäre Rolle spielt.

    Habt ihr euch schon mal gefragt, weswegen alle im Internet angebotenen Expert Advisor Schrott sind? Warum es nicht vermessen ist, die Anbieter dieser Produkte als Blender abzustempeln? Diese Produkte weisen Trefferquoten von 70 und mehr Prozent auf und verdienen dennoch kein Geld. Warum? Aus genau dem gleichen Grund, weswegen viele diskretionäre Trader scheitern: weil deren Payoff Ratio so schlecht ist, dass ein bankrott nur eine Frage der Zeit darstellt. Gehen wir mal von einem Trader / System aus, das eine Trefferquote von 90% hat. Nicht schlecht, oder? Das Geheimnis: die Gewinne werden bereits nach 5 Punkten realisiert. Der gesetzte Stop Loss liegt 50 Punkte vom Entry entfernt. Aus der Sektion Erwartungswert wissen wir um folgende Formel:
    Erwartungswert = Trefferquote * durchschnittlicher Gewinn – Verlustquote * durchschnittlicher Verlust

    Also: Erwartungswert = 0,9 * 5 – 0,1 * 50 = 4,5 – 5 = -0,5

    Um das Ergebnis in Worte zu fassen: wir verlieren im Schnitt pro Trade -0,5 Punkte. Oder simpler gefasst: der Bankrott ist bereits festgelegt, wir wissen nur nicht, wann er kommt.

    8) Das Risk of Ruin oder „Das Risiko bankrott zu gehen“-notwendiger-gewinn.jpg

    Welchen Tipp geben wir nun mit unseren bisherigen Erkenntnissen jemandem, der dieses Ergebnis realisiert? Etwas an der Trefferquote zu ändern werden wir wohl kaum raten. Dann bleibt nicht mehr so viel: entweder er vergrößert seine Gewinner oder aber er verringert seine Verluste, richtig?
    Ok, raten wir ihm den Stop auf 40 Punkte zu reduzieren. Eine kleine Rechnung liefert für den Erwartungswert seines Systems: 0,9 * 5 – 0,1 * 40 = 4,5 – 4 = 0,5.
    Super, nun ist der Trader profitabel. Problem also gelöst, oder? Mitnichten!!! Die Rechnung besagt nun, dass wir im Schnitt pro Trade 0,5 Punkte verdienen. Problematisch ist allerdings, dass es sehr wahrscheinlich scheint, dass der Trader frühzeitig aus dem Spiel Trading ausscheidet und somit diesen positiven Erwartungswert niemals realisieren wird.

    8) Das Risk of Ruin oder „Das Risiko bankrott zu gehen“-payoffratio.jpg

    In diesem Zusammenhang wollen wir nun die wichtigste Regel eines Traders formulieren:

    Das oberste Gebot ist, dass wir als Trader im Spiel bleiben!!!

    Verluste gehören zu unserem täglichen Geschäft. Wenn unser Risk Management es allerdings nicht zulässt, dass wir unsere Verluste wieder zurückgewinnen können und vorher aus dem Spiel ausscheiden, dann ist das Unternehmen Trading gestorben.
    Wenn man im Zusammenhang mit der Wallstreet vom größten Casino der Welt spricht, dann ist dieser Vergleich gar nicht mal so verkehrt. Allerdings versucht man mit dieser Bezeichnung den Berufsstand des Traders zu verunglimpfen und nicht ihm etwas Gutes zu tun. Das ist allerdings schlicht falsch. Natürlich sind Trader Spieler. Der Unterschied eines professionellen Spielers oder Traders zu einem Zocker ist jedoch, dass erstere mit Wahrscheinlichkeiten jonglieren, Vorteile versuchen zu identifizieren und diese dann zu seinen Gunsten zu nutzen. Selbst eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 99% beinhaltet ein Restrisiko zu verlieren. Profis wissen das. Durch ein ausgeklügeltes Risk Management ist es ihnen jedoch möglich so lange im Spiel zu bleiben, bis das Bankkonto prall gefüllt ist.

    Wenn das Risk of Ruin erreicht wird, man also „bankrott“ ist, dann kann man nicht weiterspielen. Dieser Punkt ist nicht zwangsläufig dann erreicht, wenn das Konto vollständig platt ist. Wenn nicht ausreichend Margin vorhanden ist oder der Stop zu eng am Markt platziert werden muss, auch dann ist der Risk of Ruin erreicht. Zudem hat jeder die Möglichkeit zu entscheiden, wo seine Linie im Sand verläuft. Haben wir 10.000 Euro zum Traden zur Verfügung, erklären aber unser Projekt nach einem Verlust von 5.000 Euro für gescheitert, dann beträgt unser Risk of Ruin 5.000 Euro und nicht 10.000 Euro.

    Wir müssen uns eins ganz klar vor Augen führen: wir haben immer ein Rest-Risiko, dass wir bankrott gehen. Immer! Aber nun die gute Nachricht: es gibt Möglichkeiten auf intelligentem Weg dieses Risiko derart zu minimieren, dass wir emotional nicht vorbelastet in das Abenteuer Trading gehen.

    Bevor wir also mit dem Traden beginnen müssen wir herausfinden, wie groß unser Risk of Ruin ist. Was für ein Risiko ist für uns akzeptabel. Hierbei kommt es darauf an, unseren eigenen Risikoappetitt herauszufinden. Für manche ist es völlig legitim in einem von hundert Fällen bankrott zugehen. Bei anderen ist selbst in einem von zehntausend Fällen das Risiko noch zu groß.
    Das herauszufinden ist natürlich eine Aufgabe. Aber bedenke: wenn du dein Risk of Ruin kennst, gehst du viel unbeschwerter die Thematik Trading an. Du hast eine statistische Komponente die dir Auskunft über die Wahrscheinlichkeit gibt, wie oft du in wie viel Fällen pleite gehst bzw. dein System bankrott.
    Es gibt mathematische Modell, die sich mit der Wahl der optimalen Positionsgröße beim Trading beschäftigt haben, z.B. das Kelly-Kriterium oder Optimal F. Diese Systeme wollen wir später noch ausgiebig behandeln.
    Es gibt ein einfacheres, statistisches System, hierzu eine Grafik:

    8) Das Risk of Ruin oder „Das Risiko bankrott zu gehen“-statistik-risk-ruin.jpg

    Was liefert uns diese Grafik? Stellen wir uns folgende Fragestellung vor: wenn wir ein Trading-Konto von 5.000 Euro haben, maximal 1.000 Euro Verlust akzeptieren können und wollen und unsere Trefferquote 50% beträgt, auf welche Wettgröße sollten wir dann für den Fall einigen, dass wir im Gewinnfall das Doppelte unseres Einsatz bekommen und im Verlustfall unseren Einsatz verlieren?

    Hierzu stellen wir uns die Frage, wie risikoreich wir wetten wollen. Ist es für uns beispielsweise ok, dass wir in einem von 1.000 Fällen bankrott gehen, dann sollten wir aus statistischen Gründen unser Kapital in 10 Risikoeinheiten aufteilen und pro Trade maximal 100 Euro riskieren. In der Tabelle können wir sehen, dass die Wahrscheinlichkeit für 10 Verlierer in Folge bei 0,00097 oder rund 0,1% liegt. Das bedeutet, dass dieser Fall im Schnitt in einem von 1.000 Fällen auftritt. Wir sehen, es gibt eine messbare Wahrscheinlichkeit dafür, dass dieser Fall eintritt und wir tatsächlich 10mal in Folge verlieren. Aber wir können Maßnahmen treffen, die uns es statistisch gesehen vereinfach, im Spiel zu bleiben.
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    Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de

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  2. #2
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    gute Zusammenfassung, ich hoffe bald hiervon lesen zu dürfen:

    Es gibt mathematische Modell, die sich mit der Wahl der optimalen Positionsgröße beim Trading beschäftigt haben, z.B. das Kelly-Kriterium oder Optimal F. Diese Systeme wollen wir später noch ausgiebig behandeln.

  3. #3
    Jens Klatt's Avatar
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    Quote Originally Posted by jenny6 View Post
    gute Zusammenfassung, ich hoffe bald hiervon lesen zu dürfen:
    Sehr gut, das ist mein Stichwort, habe das schon seit einiger Zeit auf der Agenda und nun werd ich das wohl mal in Angriff nehmen...
    Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de

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  4. #4
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    Super!

    Warum gehen die meisten Profis denn 1-3 % Risiko ein.
    Offensichtlich wird hierbei nicht berücksichtigt, dass eine lange Drawdownpahse viel länger benötigt, wieder aufgeholt zu werden.
    Wenn Ihr 40 % verliert, beziehen sich die folgenden Trades auf die verbliebenen 60 %, somit muß man danach 66,66 % gewinnen, um auf 100 % (breakeven) zu kommen. Ein Drawdown von 70 % benötigt 233 % Gewinne.
    1000 Euro 40 % Verlust = 600 Euro
    10 % Gewinn v. 600 sind 60 Euro; 400 Euro Verlust :60x10=66,66

  5. #5
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    Super!

    Warum gehen die meisten Profis denn 1-3 % Risiko ein.
    Offensichtlich wird hierbei nicht berücksichtigt, dass eine lange Drawdownpahse viel länger benötigt, wieder aufgeholt zu werden.
    Wenn Ihr 40 % verliert, beziehen sich die folgenden Trades auf die verbliebenen 60 %, somit muß man danach 66,66 % gewinnen, um auf 100 % (breakeven) zu kommen. Ein Drawdown von 70 % benötigt 233 % Gewinne.
    1000 Euro 40 % Verlust = 600 Euro
    10 % Gewinn v. 600 sind 60 Euro; 400 Euro Verlust :60x10=66,66
    Das ist ein sehr wichtiges Stichwort und stimmt zu 100%. Diesen Fakt gilt es auf jeden Fall zu beachten. Die Betrachtungen die ich hier eingestellt habe sind tatsächlich sehr aggressiv, aber dem Umstand zu schulden, dass ein kleines Konto meines Erachtens eine aggressivere Herangehensweise erfordert um Performance zu machen (der Grundgedanke ist ja meistens zu Beginn der Trading-Karriere irgendwann mal vom Trading leben zu können und dafür braucht man eben Kapital). Sobald man seinen Lebensunterhalt mit Trading bestreitet und das Konto eine entsprechende Größe erreicht hat, sollte man das Risiko pro Trade anders kalkulieren und wesentlich konservativer agieren. Birger riskiert bspw. meines Wissens im Schnitt 0,5% seines Kontos, was 500.000 Euro umfasst, ergo 2.500 Euro Risiko pro Trade. Das ist dann aber sein Initial Risk, Komponenten wie Scale Out und "Auf die Bremse treten, wenn es nicht läuft" sorgen dafür, dass Drawdowns massiv eingegrenzt werden können und längere Verlustphasen überhaupt kein Problem darstellen dürften. Wenn man das auf das aggressive Risk Management mit einem kleinen Konto umlegt, kann das einen wahren Performance Booster nach sich ziehen.

    Verstehst du worauf ich hinaus will?

    Mit den besten grüßen

    Jens
    Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de

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  6. #6
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    ????

    "Hierzu stellen wir uns die Frage, wie risikoreich wir wetten wollen. Ist es für uns beispielsweise ok, dass wir in einem von 1.000 Fällen bankrott gehen, dann sollten wir aus statistischen Gründen unser Kapital in 10 Risikoeinheiten aufteilen und pro Trade maximal 100 Euro riskieren. In der Tabelle können wir sehen, dass die Wahrscheinlichkeit für 10 Verlierer in Folge bei 0,00097 oder rund 0,1% liegt. Das bedeutet, dass dieser Fall im Schnitt in einem von 1.000 Fällen auftritt."

    sagt nur leider nichts über die ruinwahrscheinlichkeit aus, nur dass die chance bei exakt 10 trades 10 verlierer zu produzieren nach den gegebenen voraussetzungen von 50% trefferqahrscheinlichkeit bei 0,1% liegt. die ruinwahrscheinlichkeit liegt respektiver viel höher, damit die höhe eines R zu wählen wäre fatal.
    Jens Klatt and FXRMP like this.

  7. #7
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    noch ein fehler: 0,00097 == ~0,01% nicht 0,1%

  8. #8
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    sorry verschaut, das war jetzt mein fehler ;-)

  9. #9
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    Quote Originally Posted by mathe View Post
    "Hierzu stellen wir uns die Frage, wie risikoreich wir wetten wollen. Ist es für uns beispielsweise ok, dass wir in einem von 1.000 Fällen bankrott gehen, dann sollten wir aus statistischen Gründen unser Kapital in 10 Risikoeinheiten aufteilen und pro Trade maximal 100 Euro riskieren. In der Tabelle können wir sehen, dass die Wahrscheinlichkeit für 10 Verlierer in Folge bei 0,00097 oder rund 0,1% liegt. Das bedeutet, dass dieser Fall im Schnitt in einem von 1.000 Fällen auftritt."

    sagt nur leider nichts über die ruinwahrscheinlichkeit aus, nur dass die chance bei exakt 10 trades 10 verlierer zu produzieren nach den gegebenen voraussetzungen von 50% trefferqahrscheinlichkeit bei 0,1% liegt. die ruinwahrscheinlichkeit liegt respektiver viel höher, damit die höhe eines R zu wählen wäre fatal.
    Hi mathe,

    zunächst einmal: Herzlich Willkommen in unserer deutschen DailyFX-Trading-Community!

    Die Tabelle ist natürlich sehr rudimentär, vor allem für Mathematiker! Ich denke aber, dass man einen ersten guten Überblick darüber bekommt, wie man ein aktives Risk-Management betreiben kann. Es gibt aber auch Möglichkeiten aktiv diese Tabelle zu beeinflussen, Stichwort "Optimierung Payoff Ratio". Durch das Reduzieren der Positionsgröße bspw. im Fall das man sich in einem Drawdown befindet. Im kleineren Rahmen durch das Reduzieren der Positionsgröße für den Fall, dass sich ein Trade nicht optimal entwickelt, Stichwort "Scale Out". Diese Komponenten allerdings alle in diese Tabelle aufzunehmen würde das ganze Bild aber so kompliziert machen, dass da kaum noch jemand durchsteigen würde...

    Wie lange tradest du denn schon? Welche Märkte?

    Mit den besten Grüßen

    Jens
    Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de

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  10. #10
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    Quote Originally Posted by mathe View Post
    sagt nur leider nichts über die ruinwahrscheinlichkeit aus, nur dass die chance bei exakt 10 trades 10 verlierer zu produzieren nach den gegebenen voraussetzungen von 50% trefferqahrscheinlichkeit bei 0,1% liegt. die ruinwahrscheinlichkeit liegt respektiver viel höher, damit die höhe eines R zu wählen wäre fatal.
    Das sehe ich bei vielen Ansätzen ähnlich, denke aber das es seine Berechtigung hat. In vielen Ecken der Anlagestrategie (also auch Money-Management), wird knallhart das Indifferenzprinzip vollzogen. Das ist auf langfristiger Basis auch Okay, da die Wahrscheinlichkeiten der Ereignisse gegen diese Werte laufen und (meiner Meinung nach) die beste Form der Abstraktion ist. Kurzfristig und für den Einzelnen aber nur selten alltagstauglich. Der gewiefte Trader nimmt die Systeme, wandelt sie ab (hier: mittels seiner Wahrscheinlichkeit der Treffer) und minimiert so sein Risiko. OBdA trivial ;D
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  11. #11
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    was hat das mit dem indifferenzprinzip zu tun?

    die angegebene wahrscheinlichkeit (0,1%) ist einfach nur der wert schon nach den ersten 10 trades (0,5^10) in den ruin zu gehen (dh in einem von 1000 fällen ist man nach den ersten 10 trades pleite)
    nach den ersten 12 trades (0,5^10 + 0,5^12*10) liegt sie dann schon bei ca 0,35% ( ca 1 von 300), usw.


    hinzukommen dann oft weit mehr negative effekte die das ergebnis beeinflussen, zb auf tilt zu gehen (vA bei neulingen), sich ändernde marktphasen, korrelierende trades usw.

    das problen ist, das der ansatz an sich falsch ist.
    (haben wir zb eine trefferquote von 50% und erwartungswert 0, kommen wir mit diesem ansatz auf das gleiche ergebnis von 0,1%, die wahre ruinwahrscheinlichkeit für t->inf liegt aber bei 100%)

    ich denke eine approximation sollte aber zumindest eine schranke nach oben bilden, nicht irgendwo nach unten, oder dazu ermutigen zu große positionen einzugehen.

  12. #12
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    Stimmt mathe,
    Anfänger schließen aus Jens Worten, man würde fast unmöglich pleite gehen, wenn man nach 1 R rausgeht und 1/13 seines Depots riskiert. Viele Fälle wie 6x verlieren, 2x verlieren, 7x verlieren sind unberücksichtigt.
    Da zu Optimal F kein angekündigter Beitrag mehr folgte, kopiere ich (teils unzusammenhängende) Zitate meiner Recherche hier.
    Fazit ist, dass es am optimalsten ist, pro Trade einen Teil seiner größten Drawdownphase zu riskieren. Dies gilt auch nur langfristig, wenn man systematisch tradet und das Marktverhalten sich nicht sehr ändert. Auch Schäfermeier stimmt mir in seinem Buch übrigens zu.
    SecureF riskiert einen Teil des vergangenen max Drawdowns,damit wächst Depot am besten. Wenn du die letzten Jahre 10 % max. Drawdown nach mehreren Fehltrades hattest, riskierst Du pro Trade z. B. 5 % pro Trade, somit einen Teil riskieren der OptimalF Strategie. Am besten finde ich es, das Risiko sukzessive zu erhöhen bei Gewinnen und zu verringern nach Verlusten.

    Selbst wenn man generell 70% der Trades gewinnt wird man einfach aufgrund der Mathematik irgendwann 10 mal hintereinander verlieren, und wenn man dann immer 10% des Depots einsetzt, schaut es schlecht aus. Kommt also darauf an wie hoch deine Trefferrate ist. Wenn du eine Taktik hast, bei der du nur 30% der Trades gewinnst (was durchaus positiv sein kann am Ende!) dann darfst du nur 0,5% des Depots verwenden.

    Money- und Risikomanagement (1) - Day-Trading.cc

    Der Risk of Ruin ist eine Funktion folgender Größen:
    1. Wahrhscheinlickeit für Gewinn, bzw Trefferqoute
    2. Payoff Ratio (Gewinn Verlust Verhältnis)
    3. Kapitaleinsatz pro Trade.
    Trader B verfügt über 20.000$. Er möchte ein End of Day System im e-mini Nasdaq Futres Traden. Er berechnet aufgrund seiner Backtests ein maximales Risiko von 2% des Gesamtkaptials pro Trade, ansonsten würde die historisch längste Verlustserie des Systems ihn in den Ruin führen.
    Undertrading:
    Im Gegensatz dazu können große Verluste, die in im Laufe der Tradingwarriere eingefahren wurden, dazu führen, dass der Trader zu risikoaversiv wird. Es kann bis zur vollkommen Unfähigkeit führen Verluste ertragen zu können. Durch diese defensive Verhalten handelt der Trader eine geringere Kontraktzahl, als seines System erlauben würde.
    Inaction- Incorrect Action
    Im Grunde können nur zwei Verhaltensweisen in den Ruin führen: Inaction und Incorrect Action. Beide können sowohl durch den Markt, aber auch durch verschiedenen andere Umstände verursacht werden.
    Der häufigste Grund der zu Inaction führt ist zu große Sicherheit über die zukünftige Marktrichtung. Ist der Trader bereits stark investiert und bullish, wird er selbst bei starken Kursrückschlägen bzw. Verlusten seine Position nicht verkaufen, geschweige den switchen. Ebenso können lange Verlustserie den Trader zu Inaction verführen, indem er es nicht mehr wagt, den nächsten Trade zu nehmen. Genau in dieser Situation ist es jedoch am Wichtigsten, den Systemsignalen zu folgen. Auch falscher Stolz und ein zu starkes Ego können dazu führen, sich Fehler nicht einzugestehen. Der Trader lässt einen Verlust laufen und ist sich sicher, dass der Markt zurück kommen wird.

    Incorrect Action äußert sich durch falsches Timing beim Entry oder Exit, oder durch falsche Moneymanagement Entscheidungen. Ein Trade wird zu früh geschlossen, ein Stop Loss zu hastig nachgezogen, die Positionsgröße zu hoch gewählt usw.

    MH 16: Money Management: Secure f - Tradesignal Online

    Dabei ist Secure f als die konservativere Variante bevorzugt einzusetzen. Die Folge ist ein geometrisches Anwachsen des Kapitals - vorausgesetzt, das zugrunde liegende System besitzt einen positiven mathematischen Erwartungswert. Die geometrische Wachstumsfunktion wirkt sich allerdings nicht nur auf den Gewinn, sondern auch auf den Drawdown aus. Deshalb sollte Secure f mit der entsprechenden Sorgfalt eingesetzt werden. Die Methode eignet sich für Systeme mit hohem Gewinn-/Verlust-Verhältnis. Secure f zeigt dem Trader die optimale Gewinnerwartung bezogen auf die persönliche Risikotoleranz, wenn bei jedem Trade der optimale Hebel gewählt wird. Daher ist es vor Anwendung dieser Strategie unbedingt notwendig, anhand historischer Systemergebnisse und zusätzlicher Risikobetrachtungen, eine realistische Einschätzung über den maximal möglichen Drawdown abzuleiten.

    Money-Management - Tradesignal Online

    Das Positions-Delta hat mit dem "delta" aus der Optionstheorie nichts zu tun. Hier beschreibt es eine Variable, die angibt, welcher Betrag an zusätzlichem Profit benötigt wird, bevor die Position vergrößert werden kann. Näheres wird in den folgenden Modellen erläutert. Wir werden diese Variable der Einfachheit halber aber mit "Delta" bezeichnen
    Anti-Martingale-Strategie: Die Anzahl der Kontrakte wird in Gewinnserien absolut erhöht; d.h. alle Gewinne werden zu 100 Prozent riskiert. Tritt ein Verlust auf, beginnt man wieder mit der Minimumgröße.
    Small-Anti-Martingale-Strategie (SAM): Die Anzahl der Kontrakte wird in Gewinnserien erhöht und bei Verlustserien verringert. Gewinne und Verluste führen zu relativen Veränderungen in der Positionsgröße.

    Anti-Martingale
    Die Anzahl der Kontrakte wird in Gewinnserien absolut erhöht; d.h. alle Gewinne werden zu 100 Prozent riskiert. Diese Strategie scheidet ebenso aus, da beim ersten Verlust alle kumulierten Gewinne wieder verloren gingen.

    Small-Antimartingale
    Bei dieser Strategie wird ausgehend von einer fixen Anzahl von Kontrakten die Positionsgröße in Abhängigkeit von den erzielten Gewinnen erhöht. Die Anzahl der Kontrakte wird in Gewinnserien erhöht und bei Verlustserien verringert. Durch die Reinvestition der Handelsgewinne entsteht ein "Zinseszinseffekt". Formal gesehen führt dies zu dem gewünschten geometrischen Wachstum des Handelsgewinns. Abschließend definieren wir noch einen Begriff, den wir im Folgenden noch verwenden werden:


    Fixed Fractional Delta
    In der folgenden Grafik kommt das identische Handelssystem mit unveränderten Ein- und Ausstiegspunkten zum Einsatz. Der einzige Unterschied liegt in der variablen Anzahl der gehandelten Kontrakte. Für jede 20.000 Dollar im Konto wird ein Kontrakt gehandelt, wobei die Minimumgröße immer bei einem Kontrakt liegt. Wird z.B. durch eine anfängliche Serie von Gewinnen ein Profit von 18.000 Dollar angesammelt, bleibt die Positionsgröße bei einem Kontrakt. Steigt der kumulierte Gewinn auf über 20.000 Dollar, werden so lange zwei Kontrakte gehandelt, bis der Gewinn entweder 40.000 Dollar überschreitet (um dann drei Kontrakte zu handeln) oder wieder unter 20.000 Dollar zurückfällt (ein Kontrakt). Bei 200.000 Dollar Gewinn würden elf Kontrakte gehandelt, bei 113.500 Dollar fünf Kontrakte: 113.500 / 20.000 = 5,68.

    Im Vergleich zur blauen Kapitalkurve, die das Basis-System abbildet, lassen sich folgende Feststellungen treffen: Die Fixed-Fractional-Delta-Methode braucht relativ lange, um sich von der Constant-Contract-Methode abzuheben. Ist die Erhöhung allerdings einmal geschafft, nimmt die Erhöhung der Position bei gleichbleibend guter Performance des zu Grunde liegenden Handelssystems rasant zu.

    „Fixed-Ratio-Delta“ – Modelle [ zB. je 2500 euro 1 cfd mehr riskieren]
    Die Fixed-Ratio-Delta-Methode wurde von Ryan Jones entwickelt. Jones ist ein heftiger Kritiker des gesamten „Fixed-Fractional-Delta“ – Ansatzes und aller dort einzuordnenden Variationen. Seine wichtigsten Kritikpunkte lassen sich wie folgt zusammenfassen:
    Erfolgreiches Positionsmanagement muss einen Ausgleich zwischen Ertragswachstum und Risiko erzielen. Die Variationen des „Fixed-Fractional-Delta – Ansatzes berücksichtigen aber immer nur einen der beiden Faktoren: entweder wird das Risiko (Drawdown) tendenziell minimiert, mit der Folge, dass das Ertragswachstum auch nur moderat ist. Im umgekehrten Fall wird das Ertragswachstum (tendenziell) maximiert und gleichzeitig wachsen auch die Drawdowns in erhebliche Größenordnungen. Seine Konsequenz liegt in der Anwendung des von ihm entwickelten Ansatzes, der einen besseren Ausgleich von „Risk & Reward“ anstrebt.

    Ein Händler erhöht auf Basis einer vorgegebenen Betrages (Delta) die Anzahl der Kontrakte anhand einer Tabelle (oben links) beziehungsweise eines im Voraus zu berechnenden Levels. Hierbei ist das Verhältnis des zusätzlich erforderlichen Gewinns bei jeder Erhöhung gleich dem Delta und entspricht damit einem auf relativer Basis konstanten Wert (=fixed ratio).
    Die Berechnung der Anpassungslevels erfolgt nach folgender Formel:

    Anpassungslevel = [(# Kontrakte * # Kontrakte - # Kontrakte / 2] * Delta

    Beispiel:
    Der Wert in der Tabelle (oben links), bei dem auf zehn Kontrakte erhöht wird, berechnet sich wie folgt:

    Anpassungslevel = [(10 * 10 – 10) / 2] * 5.000 = 225.000

    Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Ryan Jones mit dem „Fixed-Ratio-Delta“ - Ansatz eine praxisgerechte und kreative Alternative zu den im Markt vorherrschenden „Fixed-Fractional-Delta“ – Ansätzen entwickelt hat, die der Händler bei seinen Systemstest unbedingt berücksichtigen sollte.

    http://www.fxstreet.com/education/le...gement-models/

    Instead of increasing the position size after each trade, or after a certain time, it does it after a predefined amount of capital growth.
    In Fixed Ratio Trading the position size increases as a function of profit and loss, hence rewarding the higher performance with more lots and vice versa.
    The aim of this model is to take advantage of consecutive winning trades. During winning streaks, the Fixed Ratio model allows you to be aggressive. But at the same time, when the account grows, the trader is also able to slow that position size growth down compared to the way the classical Fixed Fraction models does. Essentially, it slows the position size growth down so that the risk vs. aggressiveness becomes equal to the entire way as the account size grows.

    Facing a performance Drawdown the trader is able to reduce the lot sizes, and thereby the position size, in set increments. If the system continues to generate losses and the Drawdown continued to exceed reasonable expectations, the position size is reduced until the trader eventually stops trading. The difference with other models is that you would stop trading earlier, thus keeping more profits.
    The Fixed Ratio offers a seemingly neat solution to the problem of asymmetrical leverage. You don't reduce your position size after every loss. For example, if you lose 200 pips, you can bring your account balance back to break even by winning 200 pips and no more.
    the Drawdown shall not exceed a specified expected amount. If it does, the account will suffer more compared to an account where a Fixed Fraction was applied because here the position size has been reduced all the way down and therefore it has more of its capital.
    A more advanced version of this model adds a Delta factor to the calculation:

    Determine the starting balance, let's say 1,000 US Dollars.
    Here is the Delta factor: in order to determine how many pips of profit the system needs to achieve before the trade size can be increased, take the largest historical (or expected) Drawdown. If the expected Drawdown is 20%, that is 200 US Dollars in our example. Now divide the absolute Drawdown amount by a certain amount. In our example we are going to be neutral and divide it by 2, but here is where you can decide how aggressive or conservative you are going to be.
    Once divided the Maximum Drawdown by 2, we have 100 US Dollar as our fixed ratio number, means we will increase the position size by 1 mini lot this amount is accumulated in profits. To be more aggressive, then we would need a number that is lower than that. Conversely, in order to be more conservative, we would need to go with a lower number, dividing the Drawdown by 0.5, for example, resulting in a Fixed Ratio of 400 US Dollars.
    The third step is to determine the lot size to start with. It is advised to make use of micro lots if you are starting with a small account.
    Fixed Ratio (Delta) = Max. Drawdown / 2

    The effective leverage is calculated by dividing the value of open positions by the available balance of the account. In other words, the real leverage is the amount of capital you are really using compared to the amount in your account.

    With a position worth of $20,000 (2 mini lots) and an account balance of $1,000, the real leverage is 20:1 (20.000/1.000 = 20). If this trade loses 50 pips, the account balance would go down by 10%. Remember, the pip value would be $2,00, multiplied by 50 pips, that is $100.

    Diversification
    Money- und Risikomanagement (1) - Day-Trading.cc
    Die Verteilung des Risikos über verschiedenen Märkte oder über mehrere Systeme in einem Portfolio, basiert auf der Annahme, dass der Trader nur einen begrenzten Blick in die Zukunft hat und niemals die genaue Gewinnerwartung seines Systems kennt. Die Logik hinter dem Diversifikationgedanken gründet auf der Annahme, dass Marktteilnehmer den Gewinn für ein gegebenes Level an Risiko optimieren, nach der
    Markowitzformel: “maximize profits for a given level of risk.” (Markowitz, Harry- Portfolio Selection: Efficient Diversifikation of Investments)

    Diversifizierung macht somit nur Sinn, wenn der Trader keine genauen Aussagen über die Gewinnerwartung des Systems treffen kann und mathematisch gesehen, die Investition in ein diversifiziertes Porftfolio ein geringeres Risiko aufweist, als in eine Single Strategy.
    Um die Auswirkungen der Diversifiaktion zu kontrollieren, müssen die Korrelationen der Commodites im Depot und wenn mehrere Strategien gleichzeitig gehandelt werden, die Korrelationen der Systeme bekannt sein. Wenngleich die Berechnungen der historischen Korrelationen der beiden genannten Elemente jederzeit möglich ist, ist deren Berechnung für die Zukunft unmöglich. Selbst Korrelationen die zwischen zwei Commodities über Jahrzehnte bestand hatten, können sich ohne weites plötzlich umkehren und auf diese Weise das Portfolio plötzlich zerplücken. Vor allem Portfolios die Trendfolge Systeme über mehrere Commodities handeln, sind dafür anfällig. So kann es durch das temporäre auftreten von Korrelationen zu gefährlichen Drawdownphasen kommen.
    Portfoliotheorie

    Die moderne Portfoliotheorie stütz sich auf der Annahme, dass jeder Trade unterschiedliche Reward/Risk Verhältnis hat und es einen fundamentalen Zusammenhang zwischen Risk to Reward pro Trade gibt. Ein höheres Riskio geht demnach mit einem höheren Reward einher. Markowitz formulierte diesen Zusammenhang so, dass Investoren bei gleichen Returns ein Portfolio präferieren, das weniger Volatilität und somit weniger Risiko bietet.

    Overall Exposure, Investitionsgrad
    Exposure Controll ist ein wichtiger Aspekt des Risiko- und Moneymangament und definiert, wieviel des Gesamtkapitals als Risikokapital den Märkten ausgesetzt wird. Handelt man verschiedene Strategien im Depot, drängt sich automatisch das Problem des Gesamtexposures auf. Prinzipiell gilt, je höher man seine Gewinnziele ansetzt, desto höher muss der Investitionsgrad sein. Dabei kann der Overall Exposure ein fixer Betrag des Gesamtkapitals sein, oder mit Veränderungen im Depot variabel gewichten werden. Ein aggressiver Trader wird dazu neigen, seinen Investitionsgrad in Gewinnphasen zu erhöhen, um dadurch ein verstärkt geometrisches Wachstum zu erreichen.

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    A third tool for risk management in trading is setting a time stop. A time stop will help you see when the conditions are no longer ideal so that you can exit the market. It will tell you when your entry conditions are no longer present, or the market or markets that you are trading are not conducive to trends or the type of movement that you expect from your trading strategy.

    http://www.eltee.de/education_id.php?id=192c
    Money Management-Ansätze

    Die bekanntesten und wichtigsten Ansätze lassen sich in folgenden Gruppen zusammenfassen:
    1. Gewinner- und Verlierer- Serien Nach einer Reihe von Gewinntrades oder Verlusttrades wird der Einsatz erhöht oder vermindert. Ebenfalls eine von den Spieltischen entlehnte Methode. In der einfachsten Form entsprechen diese Ansätze der Martingale- bzw. Antimartingale-Strategie.
    2. Kontrakt pro Fixum Es wird für jeden Trade ein fixer Betrag eingesetzt.
    3. Fixed Fractional Es wird ein fester Prozentsatz des zur Verfügung stehenden Kapitals investiert.
    4. Fixed Ratio Es wird ein fester Prozentsatz der aufgelaufenen Gewinne reinvestiert.
    5. Optimal f und Secure f Von dem Mathematiker Ralph Vince entwickelte und von RINA-Systems (eine in Trading-Kreisen bekannte Software Firma) weiterentwickelte Methode, die den Kapitaleinsatz des nächsten Trades am maximalen historischen Drawdown orientiert.
    6. Crossing Equity Curve Trades werden nur dann befolgt, wenn die Equity eine ansteigende Tendenz hat. Diese ansteigende Tendenz kann mit Hilfe der Instrumente aus der technischen Analyse bestimmt werden.
    7. Volatilitäts- und Risiko bezogene Methoden In Abhängigkeit der Marktvolatilität bzw. des Marktrisikos wird die Höhe des Einsatzes festgelegt.

    Wird das Risiko einer jeden Position jedoch als Prozentsatz des gesamten Trading Kapitals definiert, dann ist es auch möglich, mehrere Positionen in das Portfolio aufzunehmen. Dabei sollte der prozentuale Risikoanteil pro Position einen Wert von 3% nicht übersteigen. Ideal sind Werte zwischen 1% und 2%. Hierdurch wird eine breitere Diversifikation und somit ebenfalls eine weitere Risikoreduktion erzielt, ohne unbedingt auf eine gute Performance verzichten zu müssen.
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  13. #13
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    ...wie wahr......(die Psyche bei Traden)

    Hallo Zusammen,

    dies hat mich aufgrund der persönlichen Erfahrung extrem angesprochen:
    "Im Grunde können nur zwei Verhaltensweisen in den Ruin führen: Inaction und Incorrect Action. Beide können sowohl durch den Markt, aber auch durch verschiedenen andere Umstände verursacht werden.
    Der häufigste Grund der zu Inaction führt ist zu große Sicherheit über die zukünftige Marktrichtung. Ist der Trader bereits stark investiert und bullish, wird er selbst bei starken Kursrückschlägen bzw. Verlusten seine Position nicht verkaufen, geschweige den switchen. Ebenso können lange Verlustserie den Trader zu Inaction verführen, indem er es nicht mehr wagt, den nächsten Trade zu nehmen. Genau in dieser Situation ist es jedoch am Wichtigsten, den Systemsignalen zu folgen. Auch falscher Stolz und ein zu starkes Ego können dazu führen, sich Fehler nicht einzugestehen. Der Trader lässt einen Verlust laufen und ist sich sicher, dass der Markt zurück kommen wird."
    Das habe ich am eigenen Leibe durchlebt. Ich habe festgestellt, dass es immens wichtig ist, in solchen Situation zu sich selbst zurück zu finden. Einen Tee trinken, den Ego abschalten, den Trad sofort schliessen und nicht bis zur Kontoerdung laufen lassen, PC runter fahren damit man keine Dummheiten mehr macht (Versuch ohne Plan mit noch mehr Einsatz Gewinne zurück zu holen, obwohl der Markt geschlossen und damit die Volatilität rückgängig) usw.

    Die Ängste kenn ich auch und es hat mich Monate gekostet und viele Bücher sowie Gespräche mit Tradern um meinen Weg zu finden. Aber eines konnte keiner Ersetzen: Die eigene ERFAHRUNG mit Livekonten, Brokern, Verlusten, Erfolgen, meine Schweissausbrüchen, mein Lehrgeld, meine Kontocrash, meine Psyche, mein Kaffekonsum, meine Zigaretten,.... und ich wollte aufhören, ich hatte die Schnauze voll und ich war der Meinung ich schaff´s nicht.

    Ich hab dann zwei Wochen Pause gemacht. Einen neuen Broker gesucht, ECN / NDD, Analysen, Gespräche, Mentales Training, Rückblick und Tradingstiel, ...und FXCM gefunden (war in der engeren Auswahl: NDD/ECN/Meinungen, Test, System, Erfahrungen, Service, hab ich getestet um mir ein Bild zu machen)

    Mittlerweile hab ich ein einigermassen akzeptables Konzept für mich gefunden und fahre sehr gut damit. Es beinhaltet alles was ich brauche um erfolgreich zu traden. ABER: ich lerne jeden Tag auf Neue dazu, ich bin steht´s auf der Hut, immer ein waches Auge, wenn ich trade, dann eben zu 1000%, also am Platz, analysiere, lese news, check die Chart´s, Indikatoren usw. bis ich für mich einen Einstieg gefunden habe. Unter der Berücksichtigung von Risk/Money geht's dann in die Vollen.

    Manchmal baue ich Trades auf: ich nehme mein Riskmoney, davon eine Teil, Verlier ich, erhöh ich den Einsatz oder die Ratio, oder beides. Das läst mir Spielraum, bringt mich an den Breakeven. Hier nochmals der Hinweis, dass ich seit ich Activetrader und bei FXCM bin, diesen sehr Schnell erreiche) und wenns gut läuft zeitnah an die geplante Ratio. Läufst, geh ich mit Teilgewinn raus, oder ich renn weiter, immer Checken was macht der Markt, die News, die Indikat´s, check: M1 und Tick in der Endphase um meinen oder einen Exakten Ausstieg zufinden.

    Gut, das ist natürlich alles Stressig, aber ich bin ja nicht zum Vergnügen am Platz. Ich will ja richtig Geld verdienen. Dafür muss man Arbeiten. Ich hatte Anfangs auch Erfahrung gemacht mit Expert Advisors, Robotern, Signalanbietern, ...etc.
    ABER: Dann kann ich auch meine Geld wieder Anlegen, mit paar Prozent, da hätte ich dann mehr davon. Die Robote bringen nichts. Ist alles bull----.(abzocke)

    Ich überleg mir immer eines: Es ist mein Geld, das will ich vermehren. Also muss ich auch dafür was tun. Nach meiner ersten Firmenpleite, die auch die letzte war , Anfang der 90er habe ich oft überlegt, wo mein Fehler lag. Ich hatte ja nun sehr viel Zeit, da ich ja nun Pleite war. Es war meine Unfähigkeit im Risk/Money. Ich habe gelebt und so wies Rein kam, ging's auch wieder raus...

    Aus diesen Erfahrungen kann ich nun aus den vollen Schöpfen. Ich möchte nicht eine Erfahrung in diesem Leben missen. Nur so bin ich noch beim Traden, nur so hab ich nicht aufgegeben. Das ich aufgeben wollte, ich kurz davor war, dieses Gefühl kenne ich, aber ich lass es zu, und es sagt mir eigentlich auch nur: Man, jetzt überleg mal, wo liegt / lag das Problem, was läuft falsch, wo liegen deine Fehler, und und und....

    Ob ich natürlich, ich bin jetzt bald ein Jahr in dieser Branche, nun auch auf den richtigen Weg bin, kann ich so noch nicht sagen. Es gefällt mir, es macht Spass, es bringt Geld, viel Geld, es schafft extreme Freiräume, es fordert einen jeden Tag, and so on....also kurz, eine Menge Vorzüge.

    Es gibt hierzu ne Menge Fachliteratur, aber die eigene Erfahrung ersetzt es nicht.

    Ich hoffe, ich konnte ein wenig zu diesem Thema beitragen.

    Wünsche allen viel Erfolg, profitables happy trading

    Grüsse MarkTrader
    Jens Klatt and jokma like this.

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