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Thread: Unterschied zwischen einem Dealing Desk (DD) und No-Dealing-Desk (NDD)

  1. #1
    Jens Klatt's Avatar
    Jens Klatt is offline Moderator
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    Unterschied zwischen einem Dealing Desk (DD) und No-Dealing-Desk (NDD)

    Hallo liebe Community,

    untenstehend findet ihr zwei Links in welchen zum einen die Dealing Desk-Ausführung vorgestellt wird, zum anderen die No-Dealing-Desk-Forex-Orderausführung, so wie ihr sie bei FXCM findet:

    Dealing Desk:

    http://media.dailyfx.com/plus/dd-cartoon-final-grm.flv

    No Dealing Desk:

    http://media.dailyfx.com/plus/ndd-cartoon-final-grm.flv

    Mit den besten Grüßen

    Jens
    Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de

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  2. #2
    Jens Klatt's Avatar
    Jens Klatt is offline Moderator
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    Hmmm, die Videos scheinen irgendwie Probleme beim Laden zu haben. Ich habe eine schriftliche Fassung ausgearbeitet um den Unterschied von einem No Dealing Desk (NDD) zu einem Dealing Desk (DD) ein wenig klarer zu machen:

    Die verschiedenen Kürzel im Devisenhandel

    Im Bezug auf FXCM kann man immer wieder “No Dealing Desk” lesen. Vielen ist aber nicht bewusst, was das überhaupt bedeutet. Es wird Zeit Licht ins Dunkel der verschiedenen Kürzel im Forex-Trading zu bringen und den Begriffen „NDD“, „ECN“, „STP“ und „DD“ Leben einzuhauchen.

    Dealing Desk (DD)

    Dealing Desks erkennt man z.B. daran, dass sie feste / fixe Quotes stellen. Sie verdienen zum einen Geld am Spread den sie stellen, zum anderen dadurch, dass sie die Gegenseite des Trades des Kunden einnehmen. Man spricht aus diesem Grund bei Dealing Desks auch von Market Makern. Market Maker machen den Markt für den Trader, will der Trader kaufen, verkauft der Market Maker und vice versa. Der Trader sieht bei einem Dealing Desk nicht den wirklichen Markt, die Quotierungen sind indikativ. Market Maker können dadurch den „Markt“ manipulieren und die Kurse so stellen, wie sie es für sich für eine günstige Positionierung benötigen.

    No Dealing Desk (NDD)

    No Dealing Desk Forex Brokers bieten direkten Zugang zum Interbankenmarkt. Ein echter No Dealing Desk Broker stellt keine Re-Quotes und es kommt zu keinerlei Verzögerungen bei der Bestätigung der ausgeführten Order. Während wichtiger, marktbewegender News kann der Trader so ebenfalls ohne Einschränkungen und Verzögerungen handeln. No Dealing Desk Brokers stellen entweder eine Kommission in Rechnung oder aber erhöhen den Spread (das sogenannte Mark Up) und es fallen keine Kommissionen an. No Dealing Desk Brokers sind entweder STP-Broker oder aber ECN+STP-Broker.

    Straight Through Processing (STP)

    STP Forex Broker senden die Order ihres Kunden direkt an einen Liquiditätsprovider, entweder an eine Bank oder einen anderen Broker. Es gibt STP Broker, die mit nur einem Liquiditätsbroker arbeiten, andere Broker arbeiten mit mehreren. Tatsache ist, dass viele Liquiditätsprovider für viel Liquidität sorgen und dieses sich in einer besseren Orderausführung für den Kunden bemerkbar macht. Der größte Vorteil eines STP Brokers liegt darin, dass er dem Kunden Zugang zu Real-Time-Market-Quotes bzw. dem Interbankenmarkt bietet und Trades dadurch direkt und ohne Intervention des Brokers ausgeführt werden.

    Electronic Communications Network (ECN)

    Ein ECN Forex Broker erlaubt es dem Trader zusätzlich mit anderen Kunden-Orders zu interagieren. Ein ECN Broker bietet einen Markt, wo alle Markteilnehmer (Banken, Market Maker und individuelle Trader) gegeneinander handeln indem sie Geld- und Briefseiten ins System stellen. Auf diesem Weg erhalten Trader für ihre Trades die besten, verfügbaren Geld- und Briefseiten. Alle Orders werden in Echtzeit gegeneinander gematcht. Hierfür fällt eine Kommission seitens des Brokers an.
    Es gibt häufig Diskussionen, inwiefern STP-Broker ECN-Broker sind. Um als echter ECN-Broker klassifiziert zu werden muss der Broker die Markttiefe anzeigen, d.h., wieviel Volumen zu einem Kurs auf dem jeweiligen Niveau verfügbar ist. Trader, die über einen ECN-Broker traden können jederzeit sehen, wo die Liquidität im Markt ist und diese mit ihren Trades abschöpfen.

    Zusammenfassung

    ECN Forex Broker haben immer variable Spreads. Nur ECN-Broker erheben eine Kommission für Forex-Trading. Die Kommission ist der einzige Verdienst / Profit eines ECN-Brokers. ECN-Broker verdienen kein Geld am Spread, der Differenz von Bid und Ask.
    ECN Broker sind die purste Form des Forex-Tradings. ECN Broker verdienen nur an anfallenden Kommissionen. Folglich sind ECN Broker an erfolgreichen Kunden interessiert, verliert der Kunde Geld und gibt das Trading auf, gibt es für den Broker auch keine Kommissionen mehr zu verdienen.

    Ein STP Forex Broker hat variable Spreads. Ein STP Broker routet die Order des Kunden an seine Liquiditätsprovider weiter. Er verdient am Spread bzw. an dem oben erwähnten Mark Up.
    STP Broker verdienen nur am Spread. Charakteristisch sind geringere Kontoeinlagen, eine schnelle Orderausführung und eine anonyme Trading-Umgebung. Auch STP Broker sind an erfolgreichen Kunden interessiert, verliert der Kunde Geld und gibt das Trading auf, gibt es für den Broker auch keinen Spread mehr zu verdienen.

    Ein Market Maker / Dealing Desk verdient sowohl am Spread, als auch daran, wenn der Kunde Verluste erleidet, da der Market Maker gegen den Kunden handelt, also die Gegenposition des Kunden einnimmt.

    Es ist offenichtlich, dass das Trading mit einem No Dealing Desk Vorteile mit sich bringt. Der Hauptgrund ist mit Sicherheit die Transparenz, bessere und schnellere Orderausführung und Anonymität.
    Transparenz bedeutet, dass der Trader an einem echten Markt handelt. Eine bessere Orderausführung resultiert aus der direkten Marktanbindung und echten Bids und Offers.
    Last edited by Jens Klatt; 07-24-2012 at 09:25 AM.
    Jens Klatt, DailyFX-Marktanalyst Deutschland - jklatt@fxcm.de

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